Super! Mit der Medizin der Natur haben Erkältungen keine Chance mehr bei mir

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Es waren schlechte Erinnerungen, die vorm geistigen Auge von Heike Loewe (Name geändert) auftauchten. Abends beim Fernsehen Anfang Oktober kündigte sich bei der 65-jährigen Hannoveranerin eine Erkältung an – mit Niesreiz und  kalten Füßen.

„Genau so harmlos hatte es auch 2022 angefangen“, erzählt die Rentnerin. „Nach ein paar Tagen waren dann die Bronchien beteiligt. Vor allem nachts war der Husten schlimm.“

Damals „dokterte“ Heike Loewe mit Hausmitteln wie Hühnerbrühe, heißer Milch mit Honig und Erkältungs-Säften herum. Doch mit dem Fieber zum Wochenende kam die Angst. Nicht zu unrecht: „Der notdiensthabende Arzt stellte eine bakterielle Superinfektion fest. Ein bakterieller Erreger hatte sich in den Bronchien quasi auf den Virusinfekt draufgesattelt.“

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Nur dank Antibiotika und viel Geduld wurde es langsam besser. Am Ende hatte die „harmlose“ Erkältung Heike fast sechs Wochen im Griff. „Bis ich mich richtig fit fühlte, dauerte es fast ein viertel Jahr.“

Deshalb geht die blonde Frau diesmal erheblich respektvoller mit den Symptomen um, als sie am nächsten Tag „vergrippt“ mit verstopfter Nase, Kopfdruck und Halsschmerzen aufwacht „Für 48 Stunden sagte ich alle Verpflichtungen ab. Die Ruhe tat mir gut: Nach drei Tagen ließen die Halsschmerzen nach. Dafür nahmen einen Tag später die Kopfschmerzen zu. Da wieder ein Wochenende vor der Tür stand, beschloss ich, mir diesmal rechtzeitig helfen zu lassen.“

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Heike Loewe wendet sich an die benachbarte allgemeinmedizinische Praxis von Dr. Angelika-Regine Dietz – und zu ihrer großen Überraschung nimmt sich die erfahrene Ärztin viel Zeit für sie in der Sprechstunde.

„Wie Sie bereits erfahren haben, ist eine Erkältung nicht so harmlos, wie viele Menschen glauben“, weiß die Fachärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde. „Bei einem schweren Verlauf kann das Virus in der Stirnhöhle eine Entzündung auslösen, die bis zum Gehirn vordringt. Bei Beteiligung der Ohren kann das Innenohr zusätzlich geschädigt werden.  Auch die Bronchien, die Lunge insgesamt und das Herz können in Gefahr geraten.“

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Um den Ernst der Lage bei Heike Loewe richtig einschätzen zu können, gehört eine genaue körperliche Untersuchung der Ohren, des Rachens und der Bronchien zur festen ärztlichen Routine „Gegebenenfalls hilft uns ein Abstrich dabei, eine bakterielle Superinfektion auszuschließen“, erläutert Frau Doktor Dietz. „Wenn Bakterien nachgewiesen sind, muss man erwägen, zusätzlich ein Antibiotikum zu verordnen – getreu meinem Motto: Soviel Schulmedizin wie nötig, soviel Naturheilkunde wie möglich. Dank der Kombination dieser beiden Therapieformen müssen die Patienten nicht so viel Antibiotika einnehmen, da die Naturheilmedizin die Selbsthilfekräfte anregt.“

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Im Fall von Heike Loewe findet die Ärztin, die als Neurochirurgin an der bekannten Medizinischen Hochschule Hannover ihre berufliche Ausbildung startete, keinen Hinweis auf eine mögliche bakterielle Beteiligung. Deshalb wendet sie sich direkt der Linderung der Beschwerden der Patientin zu. „So unterschiedlich die Symptome, so unterschiedlich auch die Behandlungsmöglichkeiten“, sagt Frau Doktor Dietz. „Um zum Beispiel die verstopfte Nase zu befreien, hat sich in meiner Praxis die Akupunktur bewährt. Dazu setze ich links und rechts der Nase zwei feine Nadeln, die dem Regulationssystem des Körpers Impulse geben.“

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Heike Loewe bekommt rasch eine freie Nasenatmung. Eine zusätzliche Behandlung – aufgrund des Verlaufs – der Nasennebenhöhlen mit dem Softlaser soll ebenfalls die Selbstheilungskräfte anregen. Die Ärztin kennt noch weitere Hilfen für das körpereigene Immunsystem, um leichter mit der Virusattacke fertig zu werden.

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„Dazu stehen uns zum Beispiel Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C zur Verfügung. Außerdem die Verordnung eines Kombipräparates aus Meerrettich und Kapuzinerkresse. Bei einfachen Atemwegserkrankungen haben wir gute Erfahrungen mitden darin enthaltenen Senfölen gemacht. Senföle wirken ohne  gefährliche Nebenwirkungen sowohl gegen Viren als auch antibakteriell.  Selbstverständlich sollte die Behandlung bei Verdacht auf einen schweren Verlauf ärztlich kontrolliert werden. Wegen seiner spezifischen Wirkung kann das pflanzliche Präparat aus Kapuzinerkresse und Meerrettich auch sehr gut zur Vorbeugung eingesetzt werden.“

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Diese Doppelwirkung unterstützt das Therapie-Ziel, eine Verschlimmerung der vermeintlich harmlosen, virusbedingten Erkältungskrankheiten durch bakterielle Sekundärinfektionen frühstmöglich zu verhindern. „Die Pflanzenstoffe wirken nicht nur gegen  krankheitsverursachende Mikroorganismen und bekämpfen damit die Auslöser der Erkrankung. Dank ihrer zusätzlichen antientzündlichen Wirkung ermöglicht die Senfölkombination auch eine schnelle Besserung der schmerzhaften Beschwerden,“ ergänzt die Ärztin. „In meiner Praxis hat sich die Dosierung je nach Gewicht bewährt. Ihnen empfehle ich in der Akutphase zunächst drei Tage lang viermal drei Tabletten. Dann drei mal zwei bis zum Ende des Infektes.“

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Das medizinische Wirkprinzip der Pflanzenarznei Angocin ist wissenschaftlich bewiesen. Nach Aufnahme in das Blut werden die Senföle zu den Ausscheidungsorganen transportiert – also hauptsächlich zu den ableitenden Harnwegen und der Lunge. Hier treffen sie mit den Krankheitserregern zusammen und hemmen deren Ausbreitung. Darüber hinaus besitzen sie antioxidative Wirkung und aktivieren das körpereigene Immunsystem.

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 „Aktuelle Studien belegen, dass das Senfölgemisch aus Kapuzinerkresse und Meerettich bei länger­fristiger Einnahme das Risiko für eine erneute Erkältung um etwa 50 Prozent reduzieren kann“, so Frau Doktor Dietz. „Das Wichtigste: Resistenzen wurden hier aufgrund der vielfältigen Wirkweise der Senföle – im Gegensatz zu den chemisch-synthetischen Pendants – noch nicht beobachtet. Und da die pflanzlichen Wirkstoffe bereits im oberen Dünndarm aufgenommen werden, wird die körpereigene Darmflora geschont.“

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Das ist für die naturheilkundige Ärztin besonders wichtig, da im Darm ein großer Teil der „immunkompetenten Zellen“ des Menschen sitzen. „Etwa 75 Prozent unseres gesamten Abwehrsystems befinden sich dort. Eine Belastung des Darms führt daher oft zur Schwächung des Immunsystems. Dann können schädliche Erreger nur unzureichend bekämpft werden. Das könnte ein Grund für die heftigen Erkältungs-Verläufe in den letzten Jahren sein!“

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Aus diesem Grund hat die Medizinerin außerdem Ernährungs-Ratschläge für ihre Patientin parat: „Eine späte Hauptmahlzeit zum Beispiel belastet den Darm, weil über Nacht die Verdauung nicht so aktiv ist. Insbesondere Fleisch und Fisch bleiben liegen und produziert Fäulnisstoffe, die die Darmflora belasten.“

Der Tagesrhythmus der Organe – wie die Tafel der Organuhr aus der chinesischen Medizin zeigt ­– gibt dazu noch einen wertvollen Hinweis: „Die Flüssigkeitsaufnahme sollte über den Tag verteilt werden. Bis 19 Uhr sollte die Hauptmenge dem Körper zugeführt sein“, so die Expertin. „Größere Mengen danach können zu Kreislaufbeschwerden führen, wie z. B. nächtliche Blutdruckanstiege oder Herzrhythmusstörungen. Wichtig: Die Menge der Flüssigkeitszufuhr ist individuell anzusetzen, insbesondere bei Fieber mit erhöhtem Flüssigkeitsverlust über die Haut!“

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Die ersten drei Tage nahm die Hannoveranerin nach der ärztlichen Verordnung Angocin ein. „Schon am zweiten Tag wurde es merklich besser. Husten und Schnupfen ließen nach“, berichtet die Patientin. „Später reduzierte ich die Dosis auf dreimal drei. Und nach einer Woche war die Erkältung komplett weg. Zur Vorbeugung erneuter Infekte achte ich jetzt verstärkt auf meine Ernährung, esse mehr Obst und Gemüse und trinke über den Tag verteilt mehr Wasser und ungesüßten Tee. Diesmal fühle ich mich in Rekordzeit wieder fit und gesund!“

Info Sinusitis

Schnupfen Virus
Das Schnupfen-Virus: Mindestens einmal pro Jahr verursacht es bei jedem Deutschen Husten, Schnupfen und Heiserkeit

Sobald die Kollegin im Nebenzimmer hustet und der Chef statt Krawatte Schal trägt, ist es wieder soweit: Die Erkältungssaison hat begonnen. „Für Erkältungen kommen ungefähr 200 unterschiedliche Virusarten als Auslöser in Frage. Rhino-, Adeno- oder Coronaviren sorgen dafür, dass es Erkältungen gibt“, so Frau Doktor Dietz. 

In vier von fünf Schnupfeninfekten sind die Nasennebenhöhlen mitbetroffen. Die typische Entzündung, die „Sinusitis“, ist eine Volkskrankheit: 12 bis 16 Millionen Fälle gibt es jedes Jahr Typische Erkennungszeichen sind: Kopfdruck, Schmerzen im Gesichtsbereich, der sich verschlimmert, wenn die Betroffenen sich  nach vorne beugen. 

Frauen sind übrigens doppelt so oft betroffen. Regelmäßige hormonelle Schwankungen schwächen zusätzlich die Barrierefunktion der Schleimhaut.

Info Stirnhöhle

Grafik Stirnhoehle

Die Stirnhöhle beherbergt oberhalb der Augenbrauen zwei voneinander getrennte Kammern. Sie sind durch den mittleren Nasengang mit dem Riechorgan verbunden. Gemeinsam mit den drei weiteren Nasennebenhöhlen Kiefer- und Keilbeinhöhle sowie Siebbeinzellen bildet sie das Nasennebenhöhlensystem. Das Labyrinth existiert symmetrisch auf beiden Gesichtshälften und ist miteinander verbunden. So kann die Atemluft zirkulieren und Krankheitskeime werden abgefangen. Gleichzeitig bleibt die Stirnhöhle als Resonanzraum für Sprachlaute wirksam.

Senföle – aus der Praxis für die Praxis

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Eine Kombination der Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich ist in hochdosierter Form zum Beispiel in den Tabletten des pflanzlichen Arzneimittels Angocin enthalten. Die Wirkung des Medikaments wird bei der Herstellung besonders verstärkt, in dem beide Pflanzen gesamt genutzt werden und sämtliche Inhaltsstoffe mit Vitaminen und Spurenelementen zusammenwirken.
Ähnlich der Pflanzen in der Natur beinhalten die Tabletten neben dem pflanzlichen Enzym Myodase die inaktive Vorstufe der Senföle (Senfölglykoside). Nach Einnahme des Medikaments werden diese im Magen zersetzt und ein Umwandlungsprozess in Gang gesetzt. Bereits in den oberen Dünndarmabschnitten werden die Senföle schnell und vollständig resorbiert und damit in das Blut aufgenommen. Auf diesem Weg gelangen die Senföle zu ihren Ausscheidungsorten Blase und Lunge und entfalten dort ihre antimikrobielle Wirkung.

Aktuelle Studienlage zur Wirksamkeit

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Bei den einfachen Infektionen der Atemwege sind pflanzliche Arzneimittel wie die Kombination von Kapuzinerkresse und Meerrettich eine bewährte und inzwischen wissenschaftlich belegte Therapiemöglichkeit:

  • Sie wirken entzündungshemmend und lindern so die Beschwerden bei Erkältungskrankheiten und Harnwegsinfekten
  • Sie entfalten ihre Wirkung gegen die häufigsten Erkältungsviren und bakteriellen Erreger der oben genannten Infekte direkt am Ort des Krankheitsgeschehens
  • Sie können die Beweglichkeit der Erreger und ein Anheften an die Zellen der Schleimhäute reduzieren.
  • Sie wirken gegen bakterielle Biofilme (Schutzschild mancher Bakterien gegen Antibiotika und das Immunsystem).
  • Sie bekämpfen sogar multiresistente Bakterien gegen die Antibiotika immer häufiger wirkungslos sind.

Eine neue klinische Studie von Wissenschaftlern der Berliner Universitätsklinik Charité untermauert aktuell die früheren Untersuchungen, belegt die Wirksamkeit der Phytotherapie explizit bei akuter Bronchitis: Bereits nach dreitägiger Einnahme der Senfölkombination lassen die typischen Symptome wie Husten, Schleimbildung und Brustschmerzen im Vergleich zu Placebo deutlich nach. Weitere Studien bestätigen, dass die Kombination aus Meerrettich und Kapuzinerkresse auch die Erkrankungsdauer von Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen um bis zu zwei Tage verkürzen kann. Bei einer längerfristigen vorbeugendenen Einnahme kann das Risiko einer erneuten Erkältung zudem um die Hälfte verringert werden.

Die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich sind dabei sogar auch gegen Influenzaviren wirksam – den Auslöser der „richtigen“ Grippe: In Laboruntersu­chungen der Universität Gießen wurde nachgewiesen, dass die Pflanzenstoffe die Vermehrung des Grippevirus H1N1 in menschlichen Lungenzellkulturen fast vollständig hemmen.

Info Antibiotika

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Immer mehr Experten schlagen Alarm: Laut Schätzung wird etwa jedes zweite Antibiotikum unnötig eingenommen. Besonders problematisch ist die zunehmende Resistenzentwicklung von Keimen gegenüber den gängigen chemisch-synthetischen Antibiotika. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben in Europa jährlich rund 25000 Patienten infolge einer Infektion mit resistenten Keimen – Tendenz steigend.

Das Problem: Die Unempfindlichkeiten nehmen deutlich schneller zu, als die Entwicklung entsprechender Medikamente. Einen Weg zur Entschärfung des Resistenzproblems sehen Experten daher im frühen Stadium der Infektion den Einsatz von antibiotisch wirksamen Pflanzeninhaltsstoffen wie den Senfölen aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Der Einsatz des Senfölgemischs bei unkomplizierten Atem- und Harnwegsinfekten sei eine gute Option, um die Selbstheilungskräfte anzuregen und eine drohende Blasenentzündung oder Erältung bereits im Keim zu ersticken.

Weitere Infos unter www.pflanzliche-antibiotika.de

Sieben Praxistipps von Dr. Angelika-Regine Dietz – Hilfe zur Selbsthilfe

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Händewaschen: Fast jede Erkältung wird von Viren verursacht, die durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. Ansteckungsgefahr besteht sowohl durchs Anniesen, als auch durch Körperkontakt wie z.B. Händeschütteln – deshalb regelmäßig Hände waschen!

Wärme: Eine Erkältung ist uns allen bekannt, allerdings unbequem und nicht beliebt. Der Körper mag es warm, da dies das Immunsystem stärkt. Also: Zum Schutz vor kalten Füßen Socken tragen. 

Viel trinken: Gerade, weil wir in der kühlen Jahreszeit weniger Durst empfinden, ist genügend Flüssigkeitszufor wichtig, denn es ist der beste Schutz für die Schleimhaut von Nase und Lunge, verhindert ihr Austrocknen und das Einnisten von Viren wird erschwert.

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Körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung an frischer Luft wie Spazierengehen und Radfahren sind kreislaufanregend – wenn es der Infekt zulässt. Außerdem wirkt sie vorbeugend durch die Sauerstoffaufnahme und unterstützund die Regeneration des Körpers nach einem Infekt. 

Ernährung: Essen Sie „bunt“: Stellen Sie Ihre Ernährung während des Infekts auf leichte Kost mit mehr Obst und Gemüse um. Achten Sie dabei darauf, Gemüse nicht tot zu kochen. Auch eine „heiße Zitrone“ verliert bereits ab 50 Grad ihre Heilkraft. Essen Sie ihre Hauptmahlzeit nicht spät abends, da die Nahrung nachts schlechter verstoffwechselt werden kann.

Inhalationen: Durch Inhalation mit Wasser oder mit einem Inhaliergerät lasse sich flüssige Substanzen wie Heilkräuter bzw. Kochsalzlösung über Mund und Nase leicht einatmen und können so Entzündungen beruhigen, Schleimhautschwellungen reduzieren, Sekret lockern und verflüssigen. Bei Neigung zu Asthma sollte der Rat eines Arztes vorher eingeholt werden.

Extratipp: Die Schniefnase im Herbst geht meist in Tagen vorbei, aber Vorsicht: Wenn es mehrere Schnupfenereignisse im Jahr sind, wenn Allergien oder Kopf- Gliederschmerzen dazukommen lohnt sich ein Arztbesuch. Es gibt Zusammenhänge, die nicht offensichtlich sind und Beschwerden, die besser nicht verschleppt werden. Niemand soll leiden – richtig behandelt sind Krankheiten auch eine Chance, innere Kraft zu entwickeln.

Steckbrief Meerrettich

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Meerrettich war schon in der Antike bekannt. Dabei hat der Deutsche Name nichts mit „Meer“ zu tun. Vielmehr wurde Meerrettich früher wohl gerne an Pferde verfüttert. Daher leitet sich der Begriff Meerrettich von dem alten deutschen Wort „Mähre“ ab.

Wo kommt er her? Seine Heimat liegt in Ost- und Südeuropa. In den Steppen des östlichen Russlands und der Ukraine wächst noch die Wildform des Meerrettichs. In Deutschland wird die seit dem 12. Jahrhundert bekannte Pflanze nur noch wenig angepflanzt. Eines der Hauptanbaugebiete ist Baden.

Woran erkenne ich ihn? Meerrettich ist eine bis zu 1,20 Metern hoch wachsende Staude. Die Wurzel wird 60 cm lang und vier bis sechs cm dick. Meerrettich ist ein frostfestes Gemüse und wird von Ende September bis April frisch im Handel angeboten. Die Hauptsaison beginnt Ende Oktober bis Anfang November.

Was ist drin? Meerrettich enthält besonders viel Vitamin C, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor. Darüber hinaus ätherische Öle wie Senföle, die antibakteriell, antiviral und antientzündlich wirken.

Steckbrief Kapuzinerkresse

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Bis ins 13. Jahrhundert hinein waren Mönche fast 500 Jahre lang verantwortlich für die medizinische Versorgung Europas. In den Klöstern sammelten sie das Wissen der alten Zeit. Kein Wunder, dass der Volksmund der rankenden Gartenpflanze mit gesunder Wirkung wegen der Ähnlichkeit der Blüten mit den Mützen der Kapuzinermönche den Namen „Kapuzinerkresse“ gab. 2013 wurde sie zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Wo kommt sie her? Ursprünglich stammt die Kapuzinerkresse aus Peru. Von dort gelangte sie um 1600 zu uns.

Woran erkenne ich sie? Das Kletterkraut hat ungeteilte, schirmförmige Blätter und wächst bis zu 30 Zentimeter hoch. Die strahlend orangefarbenen und roten Blüten werden in der Küche gerne als Speise-Garnitur verwendet.

Was ist drin? Aufgrund der enthaltenen Senföle kann die Pflanze gleichermaßen Viren, Bakterien und Pilze hemmen; außerdem werden aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung allgemein die körpereigenen Abwehrkräfte stimuliert.

Wann hilft sie? Die Pflanze wird – besonders in Kombination mit den Senfölen aus der Meerrettichwurzel (z.B. in Angocin) – bei Blasen- und Atemwegsinfekten verwendet. 

Kurzcheck: Sind Sie anfällig für Sinusitis?

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  1. Waren oder sind Sie häufiger erkältet?
  2.  Leiden Sie unter einer Allergie zum Beispiel Heuschnupfen?
  3. Schnarchen Sie?
  4.  Trinken Sie weniger als zwei 
    Liter Flüssigkeit am Tag?
  5. Haben Sie Kopf- bzw. Gesichtsschmerzen, die 
    beim Vorbeugen stärker werden?

AUSWERTUNG: Jeder siebte Deutsche hat mindestens einmal pro Jahr eine Sinusitis – und mit jeder Ja-Antwort steigt Ihr Risiko. Keine Panik: Ursache ist nur in zehn bis 20 Prozent der Fälle eine bakterielle Infektion, dann sollten Sie allerdings nicht selbst herumdoktern, sondern einen Arzt aufsuchen, denn nur er kann individuell auf die Besonderheiten eines Patienten eingehen, Empfehlungen für Essen und Trinkmengen geben und Gewissheit geben, ob ein pflanzliches Medikament im individuellen Fall ausreichend ist.

Hinweis: Bei der vorgestellten Patienten-Reportage handelt es sich um einen Einzelfall. Der Erfahrungsbericht erhebt nicht Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Therapieergebnisse sind generell individuell. Bitte beachten Sie, dass meine Artikel in keinem Fall eine Beratung durch den Arzt oder Apotheker ersetzen. Dieser Blog dient der medizinjournalistischen Information.

© medizin-reporter.blog/André Berger

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About André Berger

Geboren in Hamburg. 1986-1990 freier Reporter. 1991 Redakteur Heinrich Bauer Verlag. Seit 1992 freier Medizinreporter Meine Arzt- & Patienten-Reportagen (Text & Fotos) erscheinen regelmäßig in den großen, wöchentlichen Publikums- und Frauenzeitschriften des Burda-Verlags, der Funke-Gruppe und des Bauer Verlages