Gänsehaut. Die dicke Erkältung vor zwei Jahren tritt bei Daniela Frisch (Name geändert) ganz plötzlich auf. Mit Fließschnupfen, Gliederschmerzen und kalten Füße. Genau im Moment, als die Hörgeräteakustikerin es sich eigentlich auf der Couch gemütlich machen wollte. „Bei uns im Geschäft war die Hölle los“, erinnert sich die Frau aus Rostock. „Den Feierabend wollte ich nutzen, um Kraft zu schöpfen. Plötzlich kroch eine unangenehme Kälte von den Füßen den Körper hoch!“
Arbeit. Am nächsten Morgen erwacht die arme Frau vollkommen verrotzt. Zwei Tage hütet sie das Bett – „dann kehrte ich ins Geschäft zurück. Länger konnte ich die Kollegen nicht im Stich lassen. In der Werkstatt türmten sich die Aufträge.“
Rückfall. Zusätzlich versucht Daniela möglichst schnell, wieder fit zu werden, doktert mit heißer Milch mit Honig, Hühnerbrühe und Erkältungs-Säften herum. Ihrem Infekt sind die Hausmittel allerdings völllig schnuppe: Nach einer Woche flackert die Erkältung erneut auf. Jetzt mit Schüttelfrost, Fieber und bohrenden Kopfschmerzen.
„Ich hatte keine Lust auf dubiose Gesundheitshacks“
Grenzen. Instinktiv weiß Daniela, dass sie zum Arzt muss. Nicht bloß wegen einer Krankschreibung. Sondern weil sie mit ihrem Latein am Ende ist. Außerdem hat sie keine Lust, sich durch irgendwelche dubiosen Gesundheitshacks bei Youtube zu googeln.
Rezept. „Sie haben eine Sinusitis“, ist ihr Hausarzt am darauffolgenden Tag nach kurzer Untersuchung sicher, verschreibt ihr ein Schmerzmittel. Und außerdem ein Antibiotikum. „Wenn Sie jetzt noch viel trinken, brauchen Sie sich keine keine Sorgen machen“, muntert er seine Patientin auf. „Das wird schon.“
Nebenwirkung. Leider wird es nicht: Zwar bessern sich die akuten, grippeähnlichen Beschwerden. Dafür stellen sich durch das Antibiotikum uncharakteristische Magen-Darm-Beschwerden ein. „Erneut ging ich in die Praxis, diesmal wegen der unregelmäßigen Verdauung und den Bauchschmerzen“, erzählt Daniela Frisch. „Der Mediziner beschloss, das Antibiotikum abzusetzen. Das hatte leider zur Folge, dass die Beschwerden hinter Stirn und Wange wieder aufflackerten.“
„Dem Arzt wurde ich langsam lästig“
Unzufrieden. Erneut bekommt Daniela ein Antibiotikum verordnet. Doch auch diesmal kommt es nicht zur Ausheilung. „Als ich zehn Tage später unzufrieden in die Sprechstunde kam, beschlich mich das Gefühl, dass ich langsam lästig werde!“
Überweisung. Noch einmal geht das Spiel mit der Neuverordnung und dem Absetzen hin und her. Dann überweist der Hausarzt seinen „komplizierten Fall“ an einen Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde. Auf der Überweisung steht kurz: „Verdacht auf CRS. Bitte um weitere Abklärung“
Chronisch. Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich „chronische Rhinosinusitus – die chronische Entzündung der Schleimhaut von Nasennebenhöhlen (Sinusitis) und Nasenhöhlen (Rhinitis). Im Gegensatz zur akuten Form bestehen in solchen Fällen die Beschwerden länger als zwölf Wochen.
„Antibiotika machten alles nur schlimmer“
Risiko. Deshalb ist eine genauere Diagnostik notwendig. Denn es können auch anatomische Anomalien wie eine krumme Scheidewand, Polypen oder vergrößerte Nasenmuscheln die Auslöser sein. Außerdem besteht in seltenen Fällen die Gefahr, dass sich solche Entzündungsprozesse bis zum Gehirn ausbreiten. Die Folge wäre eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung.
Belüftung. Insofern ist Daniela erleichtert, als die Untersuchung im Röntgen keine Auffälligkeit zum Vorschein bringt. „Die CT-Aufnahme zeigte nur eine mäßige Schwellung der Schleimhaut“, erzählt sie. „Im Bereich der rechten Stirnhöhle, des Siebbeins und der Nasenmuscheln. Zur besseren Belüftung der Nase bekam ich Nasenspray verordnet. Doch je länger ich es benutzte, umso verstopfter und ausgetrockneter fühlte sich die Nase an.“
Austherapiert. Leitlinienkonform versuchte es der Facharzt noch mit einem Drei-Tages-Antibiotikum – doch das machte alles nur schlimmer. „Ich fühlte mich wochenlang schlapp und kraftlos. Im Herbst 2024 lautete die Diagnose dann endgültig: chronifizierte Sinusitis.
„Jetzt wollte ich Naturheilkunde ausprobieren“
Unhaltbar. „Das traf mich gleich doppelt“, erinnert sich Daniela. „Einmal wegen meiner Hilflosigkeit. Zum anderen, weil ich mich mit Beginn der kalten Jahreszeit besonders gefährdet fühle. Alle naselang kommen Kunden mit Schnupfen in den Laden. Da reicht ein Nieser – und schon liege ich wieder flach. Auf Dauer ein unhaltbarer Zustand!“
Versuch. Durch Zufall erfährt sie von einer Kundin von der naturheilkundlich arbeitenden Hals-, Nasen-, Ohrenärztin Dr. Sylvia Schnitzer (60) im benachbarten Grevesmühlen. „Da ich viel von Naturheilkunde halte, wollte ich das gerne ausprobieren!“
Erste Hilfe. Die gründliche schulmedizinische Diagnostik bei der Erst-Untersuchung überraschte Daniela. Nach ausführlicher, endoskopischer Untersuchung der oberen Atemwege bekommt sie als klassische Sofortmaßnahme „hohe Einlagen“.
„Senföle wirken sowohl gegen Viren als auch Bakterien“
Anregung. „Das ist eine Tamponade der Nasenschleimhaut mit abschwellenden Medikamenten. Die an einem Fädchen befindlichen Watte-Röllchen bleiben für etwa 30 Minuten in der Nase “, erklärt ihr Dr. Sylvia Schnitzen. „Anschließend gibt es noch Mikrowelle – bei der chronischen Sinusitis wirkt Wärme oftmals sehr wohltuend. Außerdem wird die Durchblutung der Schleimhaut und damit die Selbstreinigung der Nase angeregt.“
Kombination. Als komplementärmedizinische Sofortmaßnahme bekommt Daniela dann eines der wenigen zugelassenen Phytotherapeutika gegen Sinusitis verordnet – „Angocin“ aus Kapuzinerkresse und Meerrettich
Besserung. Dr. Schnitzer: „Bei einfachen Atemwegserkrankungen haben wir in unserer Praxis gute Erfahrungen mit den darin enthaltenen Senfölen gemacht. Senföle wirken ohne gefährliche Nebenwirkungen sowohl gegen Viren, also gegen die typischen Auslöser der Sinusitis, als auch Bakterien. Dank der antientzündlichen Wirkung ermöglicht die Kombination der Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich zusätzlich eine schnelle Besserung der schmerzhaften Beschwerden.“
Antibiotika bergen das Risiko der Resistenzen
Dosierung. Die HNO-Ärztin empfiehlt Daniela in der Akutphase zunächst drei Tage lang viermal vier Tabletten. Dann abgestuft drei mal drei, zwei mal zwei und schließlich ein mal eine Tablette bis zum Ende des Infektes. „Aber auch zur Vorbeugung und bereits bei ersten Anzeichen ist die Einnahme des pflanzlichen Arzneimittels sinnvoll. Aufgrund des vielfältigen Wirkmechanismus der Senföle können Bakterien nur schwer Resistenzen entwickeln – anders als bei chemisch-synthetischen Antibiotika. Und da die pflanzlichen Wirkstoffe bereits im oberen Dünndarm aufgenommen werden, wird die körpereigene Darmflora geschont.“
Entlastung. Das ist für die naturheilkundige Ärztin besonders wichtig. „Etwa 75 Prozent der immunkompetenten Zellen des Menschen befinden sich dort. Eine Belastung des Darms führt oft zur Schwächung des Immunsystems. Deshalb lohnt es sich, überflüssige Einsätze von Antibiotika zu vermeiden.“
Risken. Laut Schätzung ist fast jede zweite Verordnung des Bakterien-Killers bei Erkältungskrankheiten überflüssig (siehe Kasten). Der Grund: in der Regel sind Viren die Auslöser. Eine unkritische Anwendung von Antibiotika ist dabei nicht nur belastend für den Körper, sondern birgt auch das Risiko von Resistenzen. Deshalb hat Dr. Sylvia Schnitzer auch am so genannten Resist-Programm teilgenommen.
„Endlich kann ich unbeschwert durchatmen“
Reduzierung. Das Modellprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung hatte das Ziel, durch bewussteren Umgang mit dem Medikament, Resistenzbildungen sowie vermeidbare Neben- und Wechselwirkungen von Antibiotika zu reduzieren. (Info www.kbv.de)
Selbstwirksamkeit. Komplementär – also ergänzend – lernt Daniela, wie sie per Akupressur sich selbst die lästigen Kopfschmerzen wegdrücken kann. Und auch wie sie per Nahrungsergänzung mit Zink und Selen das geschwächte Immunsystem stärken kann, erklärt ihr die Ärztin. Außerdem beginnt sie regelmäßig ihre Nase mit einer physiologischen Salzlösung per Nasendusche zu spülen.
Durchatmen. „Die Kombination der verschiedenen Therapien wirkte erstaunlich gut. Bereits nach wenigen Tagen spürte ich, wie der Druck oberhalb der Augen und der Schmerz nachließen“, strahlt Daniela bei der letzten Kontroll-Untersuchung. „Ich bekam Schnupfen. Doch diesmal war er flüssig. Nach wenigen Tagen war meine Nasen richtig frei – zum ersten Mal seit zwei Jahren kann ich wieder unbeschwert durchatmen!“
Fünf Fragen an Dr. Sylvia Schnitzer (60), HNO-Praxis Grevesmühlen
Wie kann ich mich vor einer Erkältung schützen? Fast jede Erkältung wird von Viren verursacht, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Also vor allem durchs Anhusten und Anniesen. Am besten schützen Sie andere, indem Sie in die Ellenbeuge niesen oder husten. Ansteckungsgefahr besteht auch über die Hände – deshalb ist regelmäßiges, gründliches Händewaschen der beste Selbstschutz. Verzichten Sie in der Erkältungszeit außerdem auf den freundlichen Händedruck oder den ungeschützten Griff an die Türklinke!
Wieso helfen bei einer Sinusitis Senföle besser als ein Antibiotikum? Ein chemisches Antibiotikum hilft nicht gegen Erkältungsviren, sondern nur gegen Bakterien. Das medizinische Wirkprinzip von Pflanzenarzneien wie zum Beispiel „Angocin“ ist wissenschaftlich bewiesen. Nach Aufnahme in das Blut werden die Senföle zu den Ausscheidungsorganen transportiert – hauptsächlich zu den ableitenden Harnwegen und Atemwegen. Hier treffen sie mit den Krankheitserregern zusammen und hemmen deren Ausbreitung. Darüber hinaus besitzen Senföle antioxidative Wirkung und aktivieren das körpereigene Immunsystem. Aktuelle Studien belegen, dass das Senfölgemisch aus Kapuzinerkresse und Meerettich bei längerfristiger Einnahme das Risiko einer erneuten Erkältung halbieren kann.
Stimmt es, dass viel trinken ebenfalls hilft? Ja, bester Schutz vor dem Einnisten von Viren in den Atemwegen ist eine funktionierende, feuchte Schleimhaut von Nase und Lunge. Weil wir aber in der kühlen Jahreszeit weniger Durst empfinden, kommt es in beheizten Räumen schnell zum Austrocknen dieser Abwehrschicht. Deshalb ist auch im Winter viel trinken wichtig. Faustformel 30 Milliliter pro Kilo Körpergewicht. Bei 60 Kilo sind das dann 1,8 Liter – vorausgesetzt Ihr Herz ist gesund. Sonst fragen Sie Ihren Arzt.
Welche Hausmittel helfen bei Schnupfen außerdem? Ein gutes Mittel zur Vorbeugung und bei akuten Beschwerden ist die Nasenspülung mit einer Kochsalzlösung. Zwei Gramm Salz auf 200 ml körperwarmes Wasser. In der Apotheke gibt es als Hilfsmittel eine Nasendusche. Im Akutfall hat sich auch selbstgemachter Zwiebelsirup bewährt. Dazu ein bis zwei feingehackte Zwiebeln mit ein bis zwei Esslöffeln Zucker bestreuen. Dann im Glas bei Zimmertemperatur sechs bis 24 Stunden ziehen lassen. Zu Anwendung einfach den Zwiebelsirup – ohne die Zwiebeln – aus dem Glas löffeln. Das darin enthaltene Quercetin ist auch ein natürliches Antibiotikum.
Mein Extratipp: Regelmäßige Bewegung an frischer Luft wie Spazierengehen und Radfahren sind kreislaufanregend. Außerdem wirken sie vorbeugend durch die Sauerstoffaufnahme und unterstützund die Regeneration des Körpers nach einem Infekt.
Und wie schütze ich mich vor einer richtigen Grippe? Im Gegensatz zur Erkältung stellt eine Influenza eine erhebliche Gesundheitsgefahr da – gerade für ältere Patienten und in der Schwangerschaft! Beispielsweise steigt das Risiko für schwere Verläufe mit Komplikationen wie Lungenentzündung. Zudem erhöht eine Grippe während der Schwangerschaft die Gefahr von Wachstumsverzögerungen sowie von Fehl- oder Frühgeburten. Deshalb rate ich zur Grippeimpfung – insbesondere bei schwangeren Patientinnen, bei Menschen mit einer Immunschwäche und über 60 Jahre. Und dann sollte Ihr Arzt noch an die Pneumokokken und die RSV denken!
Welche Aufgaben haben die Stirnhöhlen?
Die Stirnhöhle beherbergt oberhalb der Augenbrauen zwei voneinander getrennte Kammern. Sie sind durch den mittleren Nasengang mit dem Riechorgan verbunden. Gemeinsam mit den drei weiteren Nasennebenhöhlen Kiefer- und Keilbeinhöhle sowie Siebbeinzellen bildet sie das Nasennebenhöhlensystem. Das Labyrinth existiert symmetrisch auf beiden Gesichtshälften und ist miteinander verbunden. So kann die Atemluft zirkulieren und Krankheitskeime werden abgefangen. Gleichzeitig bleibt die Stirnhöhle als Resonanzraum für Sprachlaute wirksam.
Woran erkenne ich eine Sinusitis?
Jahr für Jahr haben rund 20 Millionen Deutsche die Nase voll. Sie sind verschnupft, fühlen sich schlapp und lustlos. In vier von fünf Schnupfenfällen sind auch die Nasennebenhöhlen mitbetroffen. Typisches Erkennungszeichen: Kopfdruck, Schmerzen im Gesichtsbereich, der sich verschlimmert, wenn Sie sich vorbeugen.
Normalerweise ist unser Immunsystem in der Lage, in wenigen Tagen mit einem Schnupfen fertig zu werden. Doch eine krumme Nasenscheidewand, eine Allergie oder zu große Nasenmuscheln bzw. Nasenpolypen können den Eingang zur Nasennebenhöhle verstopfen. Durch die Behinderung des Abfluss können sich die Keime dann regelrecht eingraben.
Frauen sind doppelt so oft betroffen. Hormonelle Schwankungen schwächen zusätzlich die Barrierefunktion, begünstigen außerdem die Chronifizierung. Die Folgen reichen von Dauer-Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit bis hin zur erhöhten Infektanfälligkeit.
Wieso verlieren Antibiotika ihre Wirkung?
Immer mehr Experten schlagen Alarm: Laut Schätzung wird etwa jedes zweite Antibiotikum unnötig eingenommen. Besonders problematisch ist die zunehmende Resistenzentwicklung von Keimen gegenüber den gängigen chemisch-synthetischen Antibiotika. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben in Europa jährlich rund 25.000 Patienten infolge einer Infektion mit resistenten Keimen – Tendenz steigend.
Das Problem: Die Unempfindlichkeiten nehmen deutlich schneller zu, als die Entwicklung entsprechender Medikamente. Einen Weg zur Lösung des Resistenzproblems sehen Experten in antibiotisch und – zugleich – antiviral wirksamer Pflanzeninhaltsstoffen wie Senfölen aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Der Einsatz des Senfölgemischs bei unkomplizierten Atem- und Harnwegsinfekten ist eine gute Chance, um Selbstheilungskräfte anzuregen. Zudem können eine drohende Blasenentzündung oder Erkältung früh gestoppt werden.
Was sagen die Studien zu Kapuzinerkresse und Meerrettich?
Bei den einfachen Infektionen der Atemwege sind pflanzliche Arzneimittel wie die Kombination von Kapuzinerkresse und Meerrettich eine bewährte und inzwischen wissenschaftlich umfangreich belegte Therapiemöglichkeit:
- Sie wirken entzündungshemmend und lindern so die Beschwerden bei Erkältungskrankheiten und Harnwegsinfekten
- Sie entfalten ihre Wirkung gegen die häufigsten Erkältungsviren und bakteriellen Erreger der oben genannten Infekte direkt am Ort des Krankheitsgeschehens
- Sie können die Beweglichkeit der Erreger und ein Anheften an die Zellen der Schleimhäute reduzieren.
- Sie wirken gegen bakterielle Biofilme (Schutzschild mancher Bakterien gegen Antibiotika und das Immunsystem).
- Sie bekämpfen sogar multiresistente Bakterien, gegen die Antibiotika immer häufiger wirkungslos sind.
Eine klinische Studie belegt, dass die Senfölkombination die Erkrankungsdauer einer Rhinosinusitis um bis zu zwei Tage verkürzen kann. Und auch bei akuter Bronchitis ist das Pflanzenduo eine wirksame Therapieoption. So bestätigt eine Studie der Universitätsklinik Charité , dass nach dreitägiger Einnahme des pflanzlichen Medikaments Symptome wie Husten, Schleimbildung und Brustschmerzen im Vergleich zu Placebo signifikant nachlassen. Eine neue Analyse von über 3.500 Patientendaten zeigt, dass das Senfölduo im Vergleich zu anderen Therapien – Antibiotika, Schleimlöser, Thymianpräparate oder ätherische Öle – das Risiko für eine wiederkehrende oder chronische Bronchitis senken kann. Außerdem werden im weiteren Verlauf auch weniger Folge-Antibiotika verordnet als bei der Behandlung mit Antibiotika oder Schleimlösern.
Die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich sind dabei auch gegen Influenzaviren wirksam – den Auslöser der „richtigen“ Grippe: In Laboruntersuchungen der Universität Gießen wurde nachgewiesen, dass die Pflanzenstoffe die Vermehrung des Grippevirus H1N1 in menschlichen Lungenzellkulturen fast vollständig hemmen.
Kurzcheck: Wie anfällig sind Sie für eine Sinusitis?
- 1. Waren oder sind Sie häufiger erkältet?
- 2. Leiden Sie unter einer Allergie / Heuschnupfen?
- 3. Schnarchen Sie?
- 4. Trinken Sie weniger als zwei Liter Flüssigkeit am Tag?
- 5. Haben Sie Kopf- bzw. Geischtsschmerzenschmerzen, die beim Vorbeugen stärker werden?
AUSWERTUNG: Jeder siebte Deutsche hat mindestens einmal pro Jahr eine Sinusitis – und mit jeder Ja-Antwort steigt Ihr Risiko. Keine Panik: Ursache ist nur in zehn bis 20 Prozent der Fälle eine bakterielle Infektion. Damit sollten Sie allerdings nicht selbst herumdoktern, sondern zum Arzt gehen. Typische Hinweise: Symptomdauer über sieben Tage, einseitige Gesichtsschmerzen, einseitiger, eitriger Ausfluss.
Therapeutenkontakt:
HNO-Grevesmühlen, Dr. Sylvia Schnitzer, Grüner Weg 2 23996 Grevesmühlen, Tel.: 03881/7910-3, Email: hno-grevesmuehlen@web.de
© medizin-reporter.blog/André Berger
Hinweis: Bei der vorgestellten Patienten-Reportage handelt es sich um einen Einzelfall. Der Erfahrungsbericht erhebt nicht Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Therapieergebnisse sind generell individuell. Bitte beachten Sie, dass meine Artikel in keinem Fall eine Beratung durch den Arzt oder Apotheker ersetzen. Dieser Blog dient der medizinjournalistischen Information.


















